Zahnarztpraxis Dr. Zieger

3D-geführte Implantation: Schneller und sicherer zum Zahnimplantat durch moderne 3D-Implantologie

Dr. Horatiu Zieger

Ein Zahnimplantat ist eine Investition in Ihre Lebensqualität und soll im Idealfall für Jahrzehnte perfekt funktionieren. Um das zu erreichen, darf bei der Planung und Umsetzung nichts dem Zufall überlassen werden. In unserer Zahnarztpraxis in Bonn setzen wir bei der Planung von Zahnimplantaten deshalb auf die computergestützte 3D-Implantologie mittels digitalem 3D-Röntgen.

Statt uns wie früher auf ein zweidimensionales Röntgenbild zu verlassen, fertigen wir mithilfe der modernen digitalen Volumentomographie (DVT) ein exaktes dreidimensionales Abbild Ihres Kiefers an. Die 3D-Ansicht erlaubt uns, deutlich präziser zu planen und die optimale Position für Ihr Implantat im Kiefer zu finden, bevor wir überhaupt mit dem eigentlichen Eingriff beginnen. Für Sie als Patient bedeutet das maximale Sicherheit beim Setzen von Zahnimplantaten und ein perfektes Ergebnis bei der prothetischen Versorgung Ihres implantatgetragenen Zahnersatzes.

Lesen Sie in diesem Artikel, welche Vorteile die 3D-Implantologie bietet und wie der genaue Ablauf der Implantatbehandlung ist, angefangen von der 3D-Röntgendiagnostik, über die 3D-Implantatplanung bis hin zur 3D-geführten Implantation (sog. navigierte Implantation) mittels Bohrschablone.

Was bedeutet „3D-geführte Implantation“?

Die 3D-geführte Implantation bezeichnet den digitalen Prozess von der Diagnostik bis zum Einsatz des Implantats im Kiefer. Dabei handelt es sich nicht um spezielle 3D-Implantate, sondern vielmehr um eine Methode, bei der die optimale Position, Tiefe und Ausrichtung des Implantats im Kiefer präzise erfasst und digital geplant wird. Im Vergleich zur klassischen Implantation bringen 3D-geführte Implantationen beim Setzen von Zahnimplantaten einige entscheidende Vorteile mit sich.

Welche Vorteile bringen 3D-Implantate?

Zum einen bieten 3D-Implantate dem Patienten mehr Sicherheit und Vorhersehbarkeit, da das Ergebnis der Implantatplanung mit dem Zahnersatz auf Implantate bereits vor der OP digital auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden kann. Zum anderen verkürzt sich dank der präzisen Vermessung und Planung auch die Operationszeit, da nicht – wie sonst üblich – während des chirurgischen Eingriffes die Bohrtiefe immer wieder nachgemessen werden muss. Darüber hinaus sind die Risiken für Komplikationen und unerwünschte Nebenwirkungen dank der digitalen 3D-Implantatplanung am PC deutlich kleiner. Denn die dreidimensionale Abbildung der Situation im Kiefer ermöglicht es, die Bohrgröße und -tiefe vorab präzise zu berechnen. So bilden sich erfahrungsgemäß bei dieser 3D-Implantationstechnik durch die minimalinvasive Behandlung weniger starke Schwellungen und auch die Heilungszeit ist deutlich kürzer.
Ein weiterer und entscheidender Vorteil der 3D-Implantatplanung bei der navigierten Implantologie (Guided Surgery) mittels Bohrschablone ist nicht nur die deutlich höhere Sicherheit und Präzision des chirurgischen Eingriffes, sondern auch das spätere prothetische Ergebnis. Durch die 3D-Planung wird von Anfang an die Grundlage für eine hochwertige, funktionelle und ästhetisch ansprechende Implantatprothetik für den Zahnersatz auf Implantaten geschaffen.

Nachteile gibt es bis auf die im Vergleich zum zweidimensionalen Röntgenbild leicht höhere Strahlenbelastung kaum. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass die Planung für die 3D-Implantation i.d.R. aufwendiger ist und die Kosten im Vergleich zur klassischen Methode aufgrund des höheren zeitlichen Einsatzes bei der computergestützten 3D-Implantatplanung und der zusätzlichen Materialkosten höher ausfallen. Dies sollte jedoch immer auch in Relation zu den weitreichenden Vorteilen der 3D-geführten Implantologie gesehen werden.

 Für wen eignen sich 3D-geführte Implantate?

Im Grunde eignen sich 3D-Implantate für alle Patienten, die sich für eine Versorgung mit Zahnimplantaten entschieden haben. Besonders empfehlenswert ist das Verfahren jedoch für Personen mit schwierigen anatomischen Gegebenheiten. Dazu gehören Fälle, bei denen

  • der Kieferkamm sehr schmal oder der Kieferknochen kaum noch vorhanden ist,
  • die Zahnimplantate sehr nah an kritische Strukturen wie Nerven gesetzt werden müssen,
  • der Kiefer komplett zahnlos ist und mehrere 3D-Implantate gesetzt werden sollen,#
  • die ästhetischen Anforderungen sehr hoch sind (z. B. im Frontzahnbereich) oder
  • sich Patienten eine möglichst kurze und schonende Behandlung wünschen.

 

3D-geführte Implantologie: Schritt für Schritt zum 3D-Zahnimplantat

 

1. Schritt: Erstellen eines digitalen 3D-Röntgenbildes Ihres Kiefers

Die Grundlage für die Versorgung mit Zahnimplantaten bildet die genaue digitale Abbildung Ihrer aktuellen Kiefersituation. Dazu erstellen wir zunächst einen Kieferabdruck klassisch mit Löffel und Abdruckmasse, der die Oberfläche Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleisches erfasst. Auf Basis eines Modells, das durch einen Scan im PC digitalisiert wird, entsteht so ein Abbild der intraoralen Situation und damit ein Intraoral-Scan. Anschließenden wird durch die digitale Volumentomographie (DVT) ein 3D-Röntgenbild angefertigt und damit eine 3D-Ansicht der knöchernen Strukturen erzeugt. Alternativ kann auch eine physische Röntgenschablone mit Referenzpunkten vorab erstellt werden, die Sie bei der anschließenden digitalen Volumentomographie (DVT) im Mund tragen. Das Prinzip ähnelt dem einer Computertomographie (CT), sie müssen sich jedoch in keine geschlossene Röhre legen, stattdessen fährt das Gerät im Stehen um Sie herum.

Der Intraoral-Scan und das dreidimensionale Röntgenbild werden am Ende miteinander zusammengebracht (sog. Matching), sodass wir ein perfektes digitales 3D-Modell mit allen wichtigen anatomischen Strukturen für das Setzen der Implantate bekommen.

2. Schritt: Planung der 3D-navigierten Implantation

Haben wir das digitale Abbild Ihres Kiefers erstellt, können wir in realistischem 3D die Implantate am PC computergestützt planen. Bei der sog. computergestützten 3D-Implantatplanung ermöglicht uns die Software, die perfekte Position, den idealen Winkel und auch die optimale Tiefe für Ihre Zahnimplantate zu finden, immer unter Berücksichtigung des Knochenangebots, das bei jedem Menschen anders ist. Außerdem haben wir bei der Planung von Zahnimplantaten so auch die Nachbarzähne im Blick und können kritische Strukturen wie Nerven, Kieferhöhle und Nasenhöhle sicher umgehen. Erst wenn wir die Implantation erfolgreich am Bildschirm simuliert haben und mit dem Ergebnis der digitalen 3D-Implantatplanung zufrieden sind, folgt der nächste Schritt.

3. Schritt: Anfertigung einer individuellen Bohrschablone

Auf Basis der 3D-Röntgendiagnostik und der computergestützten 3D-Implantatplanung und unserer Simulation in Schritt 2 erstellt die Software eine digitale Bohrschablone. Der digitale Datensatz der Implantatplanung wird nun zu einem zertifizierten Fräszentrum verschickt, um eine physische Schablone aus biokompatiblem Kunststoff inklusive einer speziellen Führhülse für den Bohrer herzustellen. Im Rahmen der navigierten Implantation nutzen wir diese Bohrschablone, um die für Ihre 3D-Implantate benötigte Bohrung millimetergenau auszuführen.

4. Schritt: Präzise und schonende 3D-Implantation mit Bohrschablone

Im letzten Schritt erfolgt die navigierte Zahnimplantation. Nach Vorbereitung Ihres Kiefers bei der OP setzen wir Ihnen die Bohrschablone ein. Ein großflächiges Aufschneiden und Aufklappen des Zahnfleisches ist in der Regel hierbei nicht nötig, was später auch die Heilungszeit verkürzt und die Schwellung und Schmerzen deutlich minimiert. Nach dem Einsetzen der Bohrschablone setzen wir die nötigen Bohrer anhand eines vordefinierten Bohrprotokolls an. Durch die präzise Führung entlang der Bohrhülsen können wir dabei ganz sicher sein, dass wir weder zu tief noch im falschen Winkel bohren. Zum Schluss werden die Implantate eingesetzt.

Röntgenbild zeigt eine Lücke wo das Zahnimplantat eingesetzt wird
Quelle: Dentsply Sirona

Häufig gestellte Fragen zur 3D-Implantation:

Welche Voraussetzungen müssen für die 3D-Implantate erfüllt sein?

3D-Implantate bestehen weder aus einem besonderen Material noch haben sie eine spezielle Form. Deshalb sind die medizinischen Voraussetzungen für klassische und 3D-geführte Implantationen im Wesentlichen gleich. Es sollte natürlich ausreichend Knochenvolumen vorhanden sein oder die Möglichkeit eines Knochenaufbaus (Knochenaugmentation) bestehen. Es dürfen sich keine Entzündungen im Implantationsbereich befinden, die Mundschleimhaut sollte gesund sein und auch der allgemeine Gesundheitszustand sollte gut sein. Während der Schwangerschaft wird allerdings grundsätzlich von einer Zahnimplantation abgeraten.

Übernimmt die Krankenversicherung die Kosten für eine 3D-Implantation?

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten für 3D-Implantate nicht. Bei der privaten Krankenversicherung und auch bei privaten Zusatzversicherungen ist eine Kostenübernahme der 3D-Implantation möglich, hier kommt es jedoch auf den jeweiligen Tarif an. Bitte erkundigen Sie sich vor Beginn der Implantatbehandlung, ob und falls ja, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang sich die Versicherung an den Kosten beteiligt. Gerne erstellen wir Ihnen dafür einen entsprechenden Kostenvoranschlag.

Verbessert die 3D-geführte Implantation die Haltbarkeit des Implantats?

Ja, durch die präzise Vorplanung wird das Implantat so im Kieferknochen verankert, dass es die Kaukräfte immer optimal aufnehmen kann und Fehlbelastungen dadurch vermieden werden. Auch die perfekte Einheilung ist sichergestellt, da durch die 3D-Implantatplanung gewährleistet ist, dass sich beim Setzen von Zahnimplantaten stets ausreichend Knochen rund um das Implantat befindet.

Ist mit der 3D-Implantatplanung auch eine Sofortversorgung mit Zahnersatz auf Implantaten möglich?

Prinzipiell ja. Jedoch sollte berücksichtigt werden, dass das Zahnimplantat im Knochen ausreichend Zeit braucht, um in Ruhe einzuheilen und mit dem Knochen zu verwachsen. Deshalb wird nur in seltenen Fällen eine Sofortversorgung mit Zahnersatz auf Implantaten angestrebt, da sich ansonsten das Risiko erhöht, das es zu einem Implantatverlust kommt.

Kann jeder Zahnarzt 3D-geführt Implantate setzen?

Nein, den die computergestützten 3D-Implantatplanung und darauf basierende navigierte Implantologie erfordern eine professionelle Weiterbildung und regelmäßige praktische Fortbildungen des behandelnden Zahnarztes. Nur so kann sichergestellt werden, dass er den Umgang mit der mit der Software, den besonderen Werkzeugen (digitale Volumentomographie (DVT), Intraoralscanner3D-Drucker etc.) und speziellen Instrumenten für dieses Verfahren beherrscht. Darüber hinaus muss die Zahnarztpraxis über die erforderlichen Geräte und aktuellen Lizenzen verfügen. Wenden Sie sich deshalb immer an einen erfahrenen Zahnarzt, der sich auf die 3D-Implantologie spezialisiert hat.

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