Zahnarztpraxis Dr. Zieger
CMD-Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie

Dr. Horatiu Zieger ist ein erfahrener Zahnarzt mit eigener Praxis in Bonn. Als zertifizierter Zahnarzt für orale Implantologie durch die Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) zählen die Lösung komplexer Fälle im Rahmen der Implantologie sowie die ästhetische Zahnmedizin unter zahnerhaltenden, prophylaktischen Aspekten zu den Schwerpunkten seines Behandlungsspektrums. Seine hohe fachliche Kompetenz erweitert er durch regelmäßige Fortbildungen.
Sie fühlen sich verspannt und haben häufig unerklärliche Kopf- und Rückenschmerzen? So wie Ihnen geht es vielen Menschen mit einer sogenannten Craniomandibulären Dysfunktion (kurz: CMD). Dabei handelt es sich um eine komplexe Störung des Kausystems, die den Körper aus seiner natürlichen Balance bringt und vielfältige Beschwerden inklusive Kopf- und Rückenschmerzen hervorrufen kann. Um genau das aufzudecken, ist eine gründliche CMD-Funktionsdiagnostik beim Zahnarzt notwendig, an die sich eine individuelle Funktionstherapie anschließt.
Wie eine CMD-Funktionsdiagnostik und die Funktionstherapie in unserer Praxis in Bonn ablaufen, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was steckt hinter CMD?
Der Begriff Craniomandibuläre Dysfunktion fasst funktionelle Störungen des Kauapparats zusammen, bei denen das Zusammenspiel zwischen Kiefergelenken, Kaumuskulatur und Zähnen aus verschiedenen Gründen aus dem Gleichgewicht geraten ist und unterschiedliche Beschwerden hervorruft. Das Problem ist in der Bevölkerung weit verbreitet. Schätzungsweise jeder Fünfte leidet an so stark ausgeprägten CMD-Symptomen, dass eine Behandlung medizinisch notwendig ist.
Das Tückische an einer CMD ist, dass sie sich auf den gesamten Körper auswirken kann und sich die Symptome nicht immer auf Anhieb mit den Zähnen oder mit einer Fehlstellung des Kiefers in Zusammenhang bringen lassen. Viele Betroffene haben deshalb eine jahrelange Ärzteodyssee hinter sich, ohne dass dabei die wahre Ursache für ihre Beschwerden gefunden wurde.
Symptome der CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)
Je nach Ursache und Ausprägung der CMD können ganz unterschiedliche Beschwerden auftreten. Typisch für eine Craniomandibuläre Dysfunktion sind:
- Schmerzen beim Sprechen, Kauen oder Gähnen.
- Knack- oder Reibegeräusche im Kiefergelenk beim Öffnen des Mundes.
- Gefühl, dass die Zähne nicht richtig aufeinandertreffen.
- Blockadegefühl oder Haken bei der Mundöffnung.
- Nächtliches Zähneknirschen (Bruxismus).
- Morgendlicher „Muskelkater“ im Kiefer.
Oft zeigen sich infolge des nächtlichen Knirschens auch Abnutzungserscheinungen an der Zahnoberfläche (Zahnabrasionen) und überempfindliche Zahnhälse. Darüber hinaus ruft die CMD häufig auch Symptome außerhalb des Mund- und Kieferbereichs hervor, wie:
- Kopfschmerzen am Hinterkopf oder den Schläfen.
- Dauerhaft pfeifende oder rauschende Ohrgeräusche (Tinnitus).
- Schmerzen im Nacken-, Hals-, Schulter- und Rückenbereich.
- Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen.
- Konzentrationsstörungen.
- Ohrenschmerzen.
Ursachen der CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion)
Zu den häufigsten Ursachen gehören Zähneknirschen und -pressen, was die Muskulatur und Kiefergelenke dauerhaft stark belastet und die Zahnsubstanz im Laufe der Zeit schädigen kann. Auch das Fehlen oder Fehlstellungen von Zähnen und Kiefer sind eine häufige Ursache. Den dadurch wird das Kiefergelenk auf Dauer ungleichmäßig belastet, was die oben genannten Symptome auslösen kann.
Eine weitere Ursache bzw. ein Verstärker der Beschwerden ist Stress im Alltag. Auch hierbei wird die Kaumuskulatur unbewusst stark angespannt, sodass Verspannungen und Schmerzen die Folge sein können. Sogar schlechtsitzender oder falsch angefertigter Zahnersatz kann neben abgenutzten Kronen und Brücken zu einer Veränderung der Bisslage und der natürlichen Zahnstellung führen. Die dadurch erzeugten falschen Zahnkontakte, auch „falscher Biss“ genannt, führen schnell zu Überlastungen im Kiefergelenk und in der Kaumuskulatur.
Je nach Ursache und Ausprägung der Beschwerden können verschiedene Behandlungsmethoden sinnvoll sein. Deshalb ist vorab eine sorgfältige CMD-Funktionsdiagnostik von großer Bedeutung.
CMD-Funktionsdiagnostik
Ein wichtiger Bestandteil der CMD-Funktionsdiagnostik ist das ausführliche Patientengespräch (Anamnese) in unserer Zahnarztpraxis in Bonn. Darin versuchen wir zunächst alle Ihre Beschwerden zu erfragen. Diese liefern uns wichtige Anhaltspunkte für die weitere Diagnostik und die gegebenenfalls anschließende Funktionstherapie. Wir möchten unter anderem erfahren:
- Haben Sie Schmerzen und wenn ja: Wo tut es Ihnen weh?
- Wann treten die Schmerzen auf, eher morgens oder abends?
- Knirschen Sie nachts und/oder tagsüber mit den Zähnen?
- Bemerken Sie an Ihrem Kiefergelenk ein Knacken oder Reiben?
- Haben Sie im Alltag häufig Stress (beruflich oder privat)?
Im Anschluss führen wir eine sorgfältige manuelle Untersuchung Ihrer Kiefergelenke und der Kaumuskulatur durch. Dabei tasten wir Ihren Kiefer vorsichtig ab, um Verspannungen und Schmerzpunkte zu lokalisieren und die Beweglichkeit Ihres Kiefers zu überprüfen. Können Sie zum Beispiel Ihren Mund weit öffnen oder gibt es Blockaden oder sichtbare seitliche Abweichungen? Macht Ihr Kiefergelenk beim Öffnen Geräusche? Diese pathologischen Veränderungen können Hinweise auf eine Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) sein.
Neben der manuellen Untersuchung liefert uns auch die instrumentelle Funktionsanalyse (technische Messung) wichtige Informationen. Insbesondere die Bissanalyse (Okklusion) spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Damit prüfen wir, wie gut Ihre Zähne aufeinandertreffen. Eventuell gibt es falsche Kontakte oder Vorkontakte zwischen den Zähnen, die einem ungestörten Aufbiss im Wege stehen, wodurch sie die Kiefer in eine unnatürliche Position zwingen und so die Beschwerden verursachen. Aufschluss hierüber kann auch eine Vermessung des Kiefergelenks (Axiographie) geben.
Bei Bedarf kann eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Orthopäden, HNO-Ärzten oder Physiotherapeuten erforderlich sein, denn eine CMD sollte immer interdisziplinär betrachtet werden.
Funktionstherapie: Behandlungsmöglichkeiten bei CMD
Auf Grundlage der Ergebnisse der CMD-Funktionsdiagnostik können wir die weiteren Schritte planen. Die Auswahl der Verfahren orientiert sich immer an der Ursache und Ausprägung der Beschwerden, sodass die Funktionstherapie genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Ziel ist immer, das Kausystem wieder zu harmonisieren und zu stabilisieren und so Ihre Beschwerden zu lindern.
Schienentherapie mit Aufbissschiene
Die klassische Behandlungsmethode ist die Aufbissschiene. Die individuell angefertigte Zahnschiene besteht aus Kunststoff und wird von Ihnen in der Regel nachts, in manchen Fällen auch tagsüber getragen. Sie schützt die Zahnsubstanz vor Abnutzungen bei Knirschen und trägt gleichzeitig zur Entlastung der Kaumuskulatur und des Kiefergelenks bei.
Zudem hilft Ihnen die Aufbissschiene dabei, ein falsches Bissmuster „abzugewöhnen“ und zu einem gesunden Biss und einer entspannten Kieferposition zurückzukehren. Falls die Symptome die Folge von Zahnfehlstellungen oder fehlenden Zähnen sind, kann zusätzlich eine kieferorthopädische Korrektur erfolgen oder neuer Zahnersatz angefertigt werden.
Manuelle Therapie – Begleitende Physiotherapie bei CMD
Sinnvoll unterstützt werden kann die Funktionstherapie durch eine Physiotherapie oder Manuelle Therapie. Diese lockert die verspannte Muskulatur, löst gezielt Triggerpunkte und verbessert damit die Beweglichkeit des Kiefergelenks. Außerdem erhalten Sie hilfreiche Tipps und Tricks für den Alltag (zum Beispiel zur Körper- und Kopfhaltung am Arbeitsplatz) und lernen gezielte Übungen zur Muskellockerung, die Sie auch zu Hause durchführen können. Apropos: Stressmanagement für den Alltag und Entspannungstechniken können ebenfalls einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der CMD-Symptomatik leisten.

Fazit:
CMD ernst nehmen – für mehr Lebensqualität
CMD ist eine weitverbreitete, aber leider auch immer noch häufig unterschätzte Funktionsstörung des Kauapparates, deren Symptome nicht nur den Kiefer betreffen und den gesamten Alltag beeinträchtigen können. Die Ursachen sind sehr vielfältig und reichen von Zahnfehlstellungen bis Stress. Eine gründliche CMD-Funktionsdiagnostik durch einen erfahrenen Zahnarzt ist entscheidend, da ihre Ergebnisse die Grundlage für die Funktionstherapie legen. Erfahrungsgemäß sind die Schienentherapie, eine begleitende Physiotherapie und Stressmanagement die optimalen Bestandteile einer umfassenden Funktionstherapie und haben hohe Erfolgsaussichten. Dafür ist jedoch wichtig, dass die Behandlung frühzeitig beginnt. Gerne beraten wir Sie in unserer Zahnarztpraxis in Bonn zu einer möglichen CMD-Therapie.
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