Zahnarztpraxis Dr. Zieger

Die Parodontitis-Therapie in unserer Zahnarztpraxis Bonn – Ablauf, Dauer und Nachsorge

Dr. Horatiu Zieger

Dr. Horatiu Zieger ist ein erfahrener Zahnarzt mit eigener Praxis in Bonn. Als zertifizierter Zahnarzt für orale Implantologie durch die Deutsche Gesellschaft für Implantologie (DGI) zählen die Lösung komplexer Fälle im Rahmen der Implantologie sowie die ästhetische Zahnmedizin unter zahnerhaltenden, prophylaktischen Aspekten zu den Schwerpunkten seines Behandlungsspektrums. Seine hohe fachliche Kompetenz erweitert er durch regelmäßige Fortbildungen.

Die Parodontitis-Diagnose trifft Patienten oftmals unerwartet. Der Grund dafür ist, dass sich die Erkrankung schleichend und im Anfangsstadium noch völlig schmerzlos entwickelt. Wenn dann plötzlich von Knochenabbau oder einer chronischen Erkrankung die Rede ist, ist ein kurzer Moment der Verunsicherung völlig normal. Vielleicht geht es Ihnen gerade genauso, und Sie fragen sich:

  • Was bedeutet die Parodontitis-Diagnose jetzt konkret für mich?
  • Wie läuft die Behandlung einer Parodontitis ab?
  • Wie lange dauert eine Parodontitis-Therapie?
  • Ist das Thema irgendwann erledigt?

Die gute Nachricht vorab: Parodontitis lässt sich in aller Regel sehr gut behandeln und stabilisieren.

Doch anders als eine einzelne zahnärztliche Leistung ist die Parodontitis-Therapie ein zusammenhängender Prozess mit klar definierten Etappen, die von der Ausgangsdiagnostik über die aktive Behandlung bis hin zur dauerhaften Nachsorge reichen. Damit Sie genau wissen, was Sie erwartet, informieren wir Sie bereits vorab über die einzelnen Behandlungsschritte der Parodontitis-Therapie in unsere Zahnarztpraxis Dr. Zieger in Bonn.

Wie entsteht eine Parodontitis eigentlich?

Am Anfang steht immer derselbe Mechanismus: Auf den Zähnen bildet sich ständig ein bakterieller Zahnbelag, der sogenannte Biofilm oder Plaque. Wird dieser nicht gründlich genug entfernt, reizt er das Zahnfleisch und es entsteht eine Gingivitis – eine Zahnfleischentzündung, die sich meist durch Rötung und Schwellung und Zahnfleischblutung bemerkbar macht. Das Wichtige dabei: In diesem Stadium ist noch nichts verloren. Eine Gingivitis lässt sich durch konsequente Mundhygiene und eine professionelle Zahnreinigung (PZR) vollständig zurückbilden.

Bleibt die Zahnfleischentzündung jedoch über längere Zeit bestehen, breitet sie sich in die Tiefe aus und greift auf die umliegenden Strukturen über, wie das Bindegewebe und den umgebenden Knochen, die Ihren Zahn im Kiefer verankern.

Genau in diesem Stadium spricht man von einer Parodontitis. Anders als die reine Zahnfleischentzündung lässt sich dieser Gewebeverlust nicht mehr von selbst rückgängig machen. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, frühzeitig gegenzusteuern und die Erkrankung konsequent zu behandeln, bevor sie weiter fortschreitet.

Die Behandlungsschritte der Parodontitis-Therapie

  • Schritt 1–3: PSI-Screening, Parodontalstatus und Röntgendiagnostik
  • Schritt 4–5: Vorbehandlung und aktive Parodontitis-Therapie
  • Schritt 6: Erfolgskontrolle nach 8 bis 12 Wochen
  • Schritt 7: UPT – Unterstützende Parodontitis-Therapie ­- Ihre dauerhafte Nachsorge

 

SCHRITT 1: PSI-Screening: die erste Befunderhebung

Dauer: wenige Minuten

Der erste Schritt Ihrer Behandlung ist das PSI-Screening. Eine kurze, unkomplizierte Untersuchung, mit der wir uns einen ersten Überblick über den Zustand Ihres Zahnfleisches verschaffen. Hier untersuchen wir zum einen den Zustand und die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen, also den Raum zwischen Zahnfleischrand und Zahn. Zum anderen prüfen wir, ob sich bereits Zahnstein gebildet hat, der bei der normalen häuslichen Mundhygiene nicht mehr erreichbar ist.

SCHRITT 2: Der ausführliche Parodontalstatus

Dauer: ca. 30 Minuten

Zeigt das PSI-Screening einen auffälligen Befund, nehmen wir uns in einem zweiten Termin mehr Zeit für eine genaue Bestandsaufnahme. Wir messen an mehreren Punkten jedes einzelnen Zahns die Taschentiefe und erfassen zusätzlich, wie weit sich das Zahnfleisch bereits vom Zahn zurückgezogen hat. So entsteht eine vollständige, individuelle Übersicht über Ihre Mundgesundheit, auf deren Grundlage wir die weitere Parodontitis-Therapie planen.

SCHRITT 3: Röntgendiagnostik und Befundbesprechung

Dauer: ca. 20 bis 30 Minuten

Ergänzend werfen wir mit einer Röntgenaufnahme einen Blick auf den Kieferknochen, um zu erkennen, wie der knöcherne Zustand und die Stabilität Ihrer Zähne ist. Anhand aller Ergebnisse können wir den Schweregrad Ihrer Parodontitis-Erkrankung genau einordnen. Diesen Befund besprechen wir ausführlich mit Ihnen und legen gemeinsam Ihren individuellen Therapieplan fest.

SCHRITT 4: Vorbehandlung: die Grundlage für den Therapieerfolg

Dauer: 2-3 Sitzungen, ca. 45 bis 60 Minuten

Bevor die eigentliche Parodontitis-Therapie beginnt, reinigen wir Ihre Zähne mehrfach gründlich, insbesondere an schwer zugänglichen Stellen und Zahnzwischenräumen. Zudem besprechen wir mit Ihnen Ihre individuelle Mundhygiene und geben Ihnen praktische Tipps für zuhause. Diese Parodontitis-Vorbehandlung reduziert die Bakterienlast im gesamten Mundraum und ist absolut entscheidend für den Behandlungserfolg. Denn ohne Ihre Mitarbeit bei der häuslichen Zahnpflege kann selbst die beste Therapie ihre Wirkung nicht voll entfalten.

SCHRITT 5: Die aktive Parodontitis-Therapie

Dauer: meist zwei Sitzungen im Abstand weniger Tage

Im Mittelpunkt dieser Behandlung steht die gründliche Reinigung Ihrer Zähne unterhalb des Zahnfleischrandes, dort wo Ablagerungen mit der Zahnbürste allein nicht mehr zu erreichen sind. Damit die Parodontitis-Behandlung für Sie so angenehm wie möglich verläuft, werden die behandelten Bereiche vorab betäubt.

Bei mäßig bis stark ausgeprägter, chronischer Parodontitis kann es sinnvoll sein, besonders tiefe Zahnfleischtaschen mit einem sogenannten PerioChip® zu behandeln. Der winzige, selbstauflösende Chip aus Gelatine-Matrix setzt dort den Wirkstoff Chlorhexidin (CHX) frei, um verbliebene Bakterien wirksam zu bekämpfen. Der Wirkstoff wird kontinuierlich freigegeben und entfaltet so über einen längeren Zeitraum seine unterstützende antibakterielle Wirkung.

SCHRITT 6: Erfolgskontrolle nach 8 bis 12 Wochen

Dauer: ein kurzer Kontrolltermin

Rund acht bis zwölf Wochen nach der aktiven Parodontitis-Behandlung prüfen wir erneut Ihre Zahnfleischtaschen. Bei den meisten Patientinnen und Patienten hat sich der Zustand in dieser Zeit bereits deutlich verbessert. Sollten einzelne Stellen noch nicht optimal abgeheilt sein, besprechen wir mit Ihnen, welche zusätzlichen Schritte sinnvoll sind.

SCHRITT 7: UPT – Die unterstützende Parodontitis-Therapie – Ihre dauerhafte Nachsorge

Dauer: individuelles Recall, meist alle 3 bis 6 Monate

Die Parodontitis ist eine chronische Erkrankung, die sich leider nicht endgültig heilen lässt. Deshalb erfolgt nach der aktiven Behandlung die unterstützende Parodontitis-Therapie (UPT), ein individuell festgelegtes Recall-Programm beim Zahnarzt, das sich nach Ihrem persönlichen Risikoprofil richtet. Das Risikoprofil wird aus dem Stadium und Grad Ihrer Erkrankung, der Mundhygiene und Faktoren wie Rauchen oder Diabetes mellitus definiert. Bei jedem UPT-Termin kontrollieren wir erneut Sondierungstiefen und Blutungswerte des Zahnfleisches, entfernen neu gebildete Beläge sanft und gezielt in den Risikobereichen und geben Ihnen nützliche Tipps zur Verbesserung Ihrer Mundpflege.

Wie beeinflusst eine Parodontitis Ihre Allgemeingesundheit?

Parodontitis betrifft nicht nur Ihren Mund, sie steht auch in engem Zusammenhang mit Ihrer gesamten Gesundheit. Besonders deutlich zeigt sich das bei Diabetes mellitus, denn diese beiden Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig. Das bedeutet für Sie konkret, dass ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel die Heilung des Zahnfleisches negativ beeinträchtigt, während eine unbehandelte Parodontitis wiederum die Blutzuckereinstellung zusätzlich erschweren kann.

Auch für Ihr Herz-Kreislauf-System ist eine gesunde Mundflora relevant. Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen chronischen Zahnfleischentzündungen und einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Während einer Schwangerschaft gilt zudem besondere Aufmerksamkeit, da eine unbehandelte Parodontitis mit einem erhöhten Risiko für Frühgeburten in Verbindung gebracht wird.

Diese Zusammenhänge sind für uns ein weiterer Grund, Ihre Parodontitis-Therapie nicht isoliert zu betrachten, sondern als wichtigen Baustein für Ihre Gesundheit insgesamt.

Für Diabetiker:

Informieren Sie uns gerne über Ihre aktuellen Blutzuckerwerte. Dieses hilft uns, die Parodontitis-Therapie optimal auf Sie abzustimmen.
Seitliches Foto vom Empfang der Zahnarztpraxis Dr. Horatiu Zieger in Bonn (Beuel)

Zahnarztpraxis Dr. Zieger in Bonn – Ihr kompetenter Partner gegen Parodontitis

Die sieben Schritte der Parodontitis-Therapie zeigen: Parodontitis lässt sich wirksam eindämmen – vorausgesetzt, Diagnostik, Behandlung und Nachsorge greifen strukturiert ineinander. Und genau dabei unterstützen wir Sie:

  • Mit fundierter Expertise,
  • einem klaren Behandlungsplan und
  • konsequenter Begleitung bis zur dauerhaften Stabilität Ihres Zahnhalteapparats.

Informieren Sie sich gerne auch auf unserer Leistungsseite zu den Themen Parodontitis und Periimplantitis oder vereinbaren Sie direkt einen Termin für ein ausführliches Beratungsgespräch.

 

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