Zahnarztpraxis Dr. Zieger
Schmerzfreie Wurzelbehandlung in Bonn: Langfristiger Zahnerhalt bei festen Zähnen mit moderner Endodontie

Dr. Horatiu Zieger
Kaum ein Begriff löst beim Zahnarztbesuch so viel Unbehagen aus wie die Wurzelbehandlung. Die meisten Patienten verbinden damit sofort Schmerzen und langwierige Eingriffe. Diese Sorgen sind heute jedoch in der Regel unbegründet. Mit den modernen Verfahren der Endodontie (Wurzelkanalbehandlung) sind die Eingriffe zur absoluten Routine geworden.

Wann ist eine Wurzelkanalbehandlung wirklich nötig?
Die hochpräzise Technik und die Möglichkeit zur gezielten lokalen Betäubung sorgen bei der endodontischen Behandlung außerdem dafür, dass die Eingriffe am entzündeten Zahnnerv oder bei einer Zahnwurzelentzündung nicht mehr allzu lange dauern und nahezu völlig schmerzfrei sind. Auch die Erfolgsquote bei der Behandlung von Wurzelkanälen hat sich deutlich gesteigert: Eine nach modernen Qualitätsstandards durchgeführte Wurzelbehandlung ist heute in über 90 Prozent der Fälle schon im ersten Anlauf erfolgreich.
Aber wann ist eine Wurzelkanalbehandlung wirklich nötig und wie läuft sie eigentlich ab? Das und mehr zur Wurzelbehandlung erklären wir Ihnen in diesem Artikel.
Was ist eine Wurzelbehandlung überhaupt?
Eine Wurzelbehandlung ist eine Behandlung des Zahnnervs (medizinisch auch Pulpa genannt), der sich im Inneren der Zahnwurzel befindet. Dieser kann zum Beispiel durch Bakterien befallen sein, und es kommt in der Folge zu einer Entzündung des Zahnnervs (sogen. Pulpitis). Dabei kann die Wurzelkanalentzündung verschiedene Ursachen haben:
- eine tiefe Zahnkaries (oft auch nur als Loch im Zahn (Kariesloch) wahrgenommen),
- feine Risse in der Zahnsubstanz (meist durch Überlastung verursacht),
- häufiges und intensives Zähneknirschen (Bruxismus) bei CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion),
- einen Zahnunfall oder
- eine unbehandelte Parodontitis.
Die dadurch hervorgerufene Entzündung des Zahnmarks kann unbehandelt zu immer stärker werdenden Beschwerden führen und sich über die Zahnwurzelspitze ausbreiten. Ist die Wurzelkanalentzündung dort angekommen, kann sie letztendlich eine Entzündung an der Zahnwurzelspitze verursachen, die sogenannte apikale Parodontitis. Mit einer Wurzelbehandlung wird:
- das entzündete oder bereits abgestorbene Gewebe vollständig entfernt
- der Wurzelkanal sorgfältig von Bakterien gereinigt und desinfiziert und
- anschließend mit einer Wurzelkanalfüllung verschlossen, um eine erneute Infektion des Wurzelkanals zu verhindern.
Ziel der Wurzelbehandlung ist es, akute Beschwerden wie Schmerzen und Schwellungen zu lindern, die Entzündung im Wurzelkanal zu stoppen und ein Übergreifen auf den darunterliegenden Knochen und damit eine Zahnwurzelentzündung zu verhindern, sodass der Zahn möglichst dauerhaft erhalten werden kann.
Warum ist eine Wurzelbehandlung wichtig?
Das Problem am Zahn entsteht dadurch, dass eine Entzündung der Zahnwurzel nicht von selbst heilen kann. Im Gegenteil: Ohne fachgerechte Behandlung breiten sich die Bakterien und mit ihnen auch die Entzündung im Wurzelkanal immer weiter über den Zahn bis in den Kieferknochen und den gesamten Organismus aus.
Bleibt eine Wurzelbehandlung aus, drohen bei einer Wurzelkanalentzündung weitere Komplikationen. Nicht selten bilden sich Eiter und Abszesse an der Zahnwurzel, wodurch die Schmerzen am Zahn immer schlimmer werden. In der Folge kann der Zahn nicht mehr durch Kaudruck belastet werden und wird aufbissempfindlich. Die Schäden am Zahn nehmen durch die Zahnwurzelentzündung so weit zu, dass der Zahn nicht mehr erhalten werden kann und gezogen werden muss. Um seine Funktion und Ästhetik auszugleichen, wird oft ein Zahnersatz benötigt, was mit einem erheblich größeren Behandlungsaufwand und entsprechenden Kosten verbunden ist.
Daher ist es wichtig, so früh wie möglich mit der Wurzelbehandlung zu beginnen, um so weitere Schäden am Zahn und in seiner Umgebung, dem Zahnhalteapparat (Parodont), zu vermeiden. Symptome einer Wurzelentzündung sollten deshalb ernst genommen werden. Wenn Sie die typischen Anzeichen bemerken, vereinbaren Sie am besten gleich einen Termin in unserer Zahnarztpraxis für Wurzelbehandlungen in Bonn.
Typische Anzeichen für eine notwendige Wurzelbehandlung
Je nach Ausmaß der Entzündung am Zahn können sich die Symptome unterscheiden. In den meisten Fällen sind die ersten Anzeichen einer Wurzelentzündung jedoch eine Überempfindlichkeit bis hin zu kurzen, heftigen Schmerzen beim Kontakt mit Kaltem, Heißem oder Süßem. Sehr häufig kommt es dabei vor, dass die Überempfindlichkeiten am Zahn verschwinden, sobald der Kontakt mit dem betroffenen Zahn unterbrochen ist.
Mit fortschreitender Dauer der Entzündung am Zahn kommen jedoch weitere Symptome hinzu. Charakteristisch sind vor allem heftige, pochende Schmerzen im Zahn, die spontan und ohne konkreten Auslöser auftreten. Oft ist deren Ursprung für Patienten schwer zu lokalisieren und sie strahlen in andere Bereiche der Mundhöhle aus. Manchmal lassen sich die ausstrahlenden Schmerzen durch Kälte vorübergehend etwas lindern, während Wärme die Zahnschmerzen verschlimmert.
In einigen Fällen können die Schmerzen am Zahn auch abrupt nachlassen. Die nachlassenden Zahnschmerzen bedeutet jedoch nicht, dass die Entzündung im Zahnnerv von selbst ausgeheilt ist im Sinne einer Spontanheilung. Das Gegenteil ist meist der Fall: Es kommt häufig zu einem Absterben des Zahnnervs, sodass die Schmerzsignale nicht mehr weitergeleitet werden und die Reizweiterleitung zum Gehirn nicht mehr funktioniert. Die Entzündung des Zahnmarks ist nach wie vor vorhanden und breitet sich jetzt ungehindert und unbemerkt weiter aus. Die Ausbreitung einer Wurzelkanalentzündung kann sich durch eine zunehmende Druckempfindlichkeit, eine gräuliche Verfärbung des Zahns, eine Schwellung am Zahn oder einen Abszess am Zahnfleisch bemerkbar machen. Als Zahnarzt für Wurzelbehandlung in Bonn empfehlen wir spätestens jetzt eine gründliche Diagnose des entzündeten Zahnbereiches, ggf. auch durch eine 3D-Röntgendiagnostik mittels digitaler Volumentomographie (DVT), um ggf. eine sofortige Wurzelkanalbehandlung einzuleiten.
Ablauf der Wurzelbehandlung in 3 Schritten erklärt
Vor der Wurzelbehandlung erfolgt eine gründliche zahnärztliche Untersuchung, zu der herkömmliche 2D-Röntgenbilder und ggf. auch durch digitale Volumentomographie (DVT) erstellte 3D-Röntgenaufnahmen gehören. Diese liefern wichtige anatomische Informationen zu Länge und Verlauf der Zahnwurzeln sowie der Ausbreitung und Lokalisation der Entzündung.
Die Wurzelkanalbehandlung selbst besteht aus mehreren Schritten:
Schritt 1: Der betroffene Zahn wird lokal betäubt, damit Sie von der Behandlung selbst kaum etwas spüren. Zusätzlich isolieren wir den betroffenen Zahn mithilfe eines Gummituchs („Kofferdam„) vom restlichen Mundraum, sodass keine Bakterien aus dem Speichel in die geöffneten Wurzelkanäle gelangen können.
Schritt 2: Sobald die Wirkung der Lokalanästhesie einsetzt, wird der Zahn vorsichtig aufgebohrt, um an die Wurzelkanäle und den Zahnnerv zu gelangen. Hier entfernt Ihr Zahnarzt in Bonn mit speziellen Instrumenten und modernster Technik das komplette entzündete oder abgestorbene Gewebe aus den Wurzelkanälen. Bei der Wurzelkanalaufbereitung werden modernste Geräte und Maschinen eingesetzt, um die Wurzelkanäle so gründlich wie möglich zu reinigen. Nach der sogenannten maschinellen Wurzelkanalaufbereitung werden anschließend die Wurzelkanäle sorgfältig mit einer antibakteriellen Lösung durchspült und desinfiziert. Mit digitaler Technik und speziellen elektrischen Messgeräten wird in diesem Schritt mit der elektrometrischen Längenbestimmung (Endometrie) auch die Länge des Wurzelkanals präzise vermessen. Die Bestimmung der richtigen Wurzelkanallänge ist für die spätere Füllung des Wurzelkanals wichtig und macht zusätzliche weitere Röntgenaufnahmen unnötig, was insbesondere bei Kindern und schwangeren Patientinnen von Vorteil ist.
Schritt 3: Im letzten Schritt werden sowohl die Wurzelkanäle durch eine Wurzelfüllung und der Zahn selbst mit einem Provisorium verschlossen. So wird verhindert, dass bei einem wurzelbehandelten Zahn erneut Bakterien in den Zahn eindringen können.
Bei einem späteren Termin erfolgt bei Bedarf die endgültige Versorgung des wurzelgefüllten Zahnes. Dieser wird entweder mit einer Zahnfüllung (Kompositfüllung) oder mittels festsitzendem Zahnersatz nach einem Stiftaufbau (Wurzelstift) mit einer Teilkrone oder Krone versorgt, die den Zahn dauerhaft stabilisiert.

Das richtige Verhalten nach der Wurzelbehandlung
Nach der Wurzelbehandlung wirkt die Betäubung meist noch einige Stunden. Bei Bedarf kann anschließend ein Schmerzmittel eingenommen werden. Eine leichte Empfindlichkeit oder ein Druckgefühl auf dem behandelten Zahn nach der Wurzelkanalbehandlung ist ganz normal. Das Gewebe ist von den Behandlungsmaßnahmen am Zahn noch gereizt und muss sich erst erholen. Gönnen Sie sich deshalb ruhig einige Zeit Ruhe und vermeiden Sie mindestens 48 Stunden lang körperliche Anstrengungen wie Sport. Um den Heilungsverlauf nicht zu beeinträchtigen, sollte eine stärkere Belastung des Zahnes zunächst vermieden werden, ebenso das Kauen besonders harter oder klebriger Speisen. Achten Sie von Beginn an unbedingt auf eine gute Mundhygiene. Verwenden Sie hierfür anfangs eine weiche Zahnbürste und vermeiden Sie es, Druck auf den wurzelbehandelten Zahn auszuüben.
Gerne beraten wir Sie in unserer Zahnarztpraxis für Prophylaxe in Bonn zu geeigneten Produkten und geben Ihnen Tipps, wie Sie den Heilungsprozess bestmöglich unterstützen können.
Wichtig: Bitte nehmen Sie unbedingt die vereinbarten zahnärztlichen Kontrolltermine in unserer Zahnarztpraxis in Bonn wahr, damit wir den Heilungsfortschritt auch durch eine radiologische Nachkontrolle überprüfen können. Sollten die Schmerzen länger anhalten oder sogar stärker werden, vereinbaren Sie bitte umgehend einen außerplanmäßigen Termin für die Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt.
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